Die Namen von 24 neuen Klassenkameraden jederzeit parat zu haben, stellte sich bald schwerer als gedacht heraus, v.a. da es hier üblich ist 2 Vornamen zu haben.
Den Unterrichtsgegenstand kann man im "Liceo los Alamos" leider nicht auswählen, was vielleicht von Vorteil ist, da man sonst 4 Wochenstunden von Fisica und Quimica verpassen könnnte.
Die Schule beginnt jeden Tag um 8 Uhr morgens und geht mit 2 Pausen (30min, 20min) bis 14:30.
Wer denkt, dass man dann gleich zu Hause ist irrt sich, denn el trafico ist hier eine Herausforderung.
Aus diesem Grund muss ich jeden Tag um 7:15 mit dem Bus losfahren, und kehre am Nachmittag um 15:20 Heim.
Was war sonst noch los, neben der Schule?
Ich wurde von meinem Rotary-Club, Valle interoceanicó, ins Theater in Quito eingeladen, um dort einen Kömodienabend zu verbringen.
Es gab einiges zu lachen, doch die Pointen waren überwegend nicht für mich bestimmt.
Des Weiteren half ich bei einer "Minga", einer voluntarischen Gruppenarbeit, an einer öffentlichen Schule in Machachi (ca. 30km südlich von Quito), die von meinem Club teilfinanziert wird, mit. Meine Aufgabe bestand darin, den Rasen umzusetzen, sowie ein Klassenzimmer zu bemalen.
Dem Besuch von 2 Fiestan stand nichts im Wege, die eine zum 16.Geburtstag von Dani, meiner Gastschwester der zweiten Gastfamilie, die andere zum 18. Geburtstag von Ricardo, einem Schulkollegen. Ich amüsiert mich prächtig und lernte einige neue Leute kennen.
Zudem besuchte ich ein carrera de motocross von Ricardo:
Den ganzen Tag über gab es Rennen in allen Kategorien zu besichtigen. Die unglaublich starke Sonne und Trockenheit verhinderten einen zweiten Durchgang. Doch wir waren guter Dinge, da Ricardo Dritter und sein Bruder Zweiter wurden.
zurück zur Schule, um genau zu sein zum Turnunterricht: Hier ist nämlich nur eine Sache wichtig: Fußball. Alle Kinder und Jugendlichen unabhängig vom Alter spielen neben dem regulären Sportunterricht auch in den Pausen Fußball.
Hier fand ich schnell Anschluss, und darf mich als stolzes Mitglied der "Selección del colegio" bezeichnen.
Letzten Samstag (22.September) machte ich mich mit meinem Counselor Miguel und den 3 anderen Austauschschülern meines Rotary-Clubs auf den Weg, das historische Zentrum Quitos zu besichtigen.
Dutzende Kirchen, wei beispielsweise die von San Francisco, Santo Domingo, el Sagrario, eine Jesuitenkirche, sowie der plaza de Independencía standen auf dem Programm.
Nach zahlreichen Besichtigungen wuchs unser Hunger stetig. Miguel hatte ein Überraschung parat, die unser aller Erwartungen erfüllen sollte. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg ins Unbekannte. Es stellte sich als ein wundervolles Restaurant im Herzen des historischen Zentrums heraus. Das Essen übertrief alle Erwartungen: es war einfach köstlich.
Mit vollen Bauch machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Stopp und gleichzeitig dem Highlight: Das Panecillo. Ein Hügel im Zentrum, von dem aus man die ganze Metropole erblicken kann. Die Spitze krönt die "Virgen" von Quito.