Am Mittwoch verließen wir Quito früh morgens und traten unsere 8 1/2 stündige Reise. Wieso 8 1/2 Stunden?- Da wir unsere 1,5 stündige Pause im KFC einberechnen mussten. Die Zeit verging jedoch wahnsinnig schnell, da jeder von den Austauschschülern so einiges zu berichten hatte.
Bei unserer Ankunft im Hotel wehte uns ein warmer Wind entgegen - Wir waren am Meer angelangt.
Das Hotel selbst war nur durch eine kleine Straße vom Strand getrennt, und so nutzten wir die perfekte Lage während unserer "paseos" täglich aus. Das Hotel selbst besteht aus vielen kleinen Holzhütten, in denen wir zu 3 oder zu 4 übernachteten.
Auch das Schwimmbad war anfangs eine erfrischende Novität, mit der Zeit jedoch eher ungenießbar. (am letzten Tag ist der Wasserstand bis zum Rande des Schwimmebeckens angestiegen, und das Wasser hatte eine grünliche Färbung).
Den ersten Abend verbrachten wir im Hotel, schlossen neue Bekannstschaften, schließlich waren ja genug Leute vorhanden (142 Austauschschüler) und feierten bis weit in die Nacht hinein.
Den nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, ein Parade in Portoviejo stand am Programm. Bepackt mit Blazer, Pins und Flaggen machten wir uns auf den Weg.
In tropischer Hitze marschierten wir casí in Uniform durch
die Straßen und hatten so einigen Spaß. Gegen Mittag war die Parade zu Ende,
und nach einem kurzen Snack brachen wir nach Montechristi und in die ciudad
Eloy Alfaro auf. Diese beiden Orte hatte ich zwar schon mit meiner Familie
besucht, doch mit den ganzen Austauschschülern erlebte man alles aus einer anderen
Perspektive.
Nach einem Kurzbesuch des Museums in Montechristi brachen wir hungrig nach Manta auf, wo uns ein gewaltiges Buffet am Strand erwartete. Nachdem wir unsere Bedürfnisse gestillt hatten, waren unsere Sinne offen für die belleza des Strandes Murcielago.
Zahlreiche Kameras wurden hier bis aufs äußerste mit Fotos
strapaziert und wir entspannten uns in der Sonne. Am späten Nachmittag kehrten
wir ins Hotel zurück, wo wir nach einem kleinen Abendessen bis spät in die
Nacht tanzten.
Am nächsten Tag erwartete uns ein Strand 20 Minuten entfernt vom Hotel, wo wir Fußball und Volleyball spielten, im Meer badeten und eine kurze Bootstour einen Fluß hinauf machten.
Nach dem Mittagessen erwartete uns eine kurze Wanderung auf
den Hügel von Crucita. Die Aussicht dort war wunderschön. Man konnte weit die Küste entlang sehen, auch ein Blick auf unserer Hotel und unseren Strand blieb uns nicht verwehrt.
Am Abend war die Talentshow angesagt: Jedes Land musste
alleine, oder mit einem anderen gemeinsam etwas aufführend. Es wurde viel
getanzt, gelacht und schlussendlich den Siegern, Brasilianern, gratuliert, die
mit ihrer Einlage brillierten. Bis spät in die Nacht hinein wurde gefeiert.
Das Aufstehen am nächsten Morgen fiel nicht jedem leicht, und so war es uns allen willkommen, dass wir das Hotel nicht verlassen würden. Doch aus ausruhen wurde nichts: Die Rotarier hatten ein excellentes Programm am Strand vorbereit. Zu Musik wurden kleine Strandzelte und ein Fußballfeld errichtet. Zudem waren Motorboote zum Banana- oder Ringofahren organisiert worden.
Alle amüsierten sich prächtig und ich nutzte die Gelegenheit
aus, um diverse Typen von „Ringos“ auszuprobieren. Die Zeit verging wie im Fluge und bald
bereiteten wir uns auf den Abend vor. Eine „chiva“, ein Citybus, erwartete uns
in Portoviejo, mit dem wir eine kurze Stadtrundfahr machten. Danach stand ein
Abendessen mit dem Rotary-Club von Portoviejo am Programm und anschließend eine
Medaillenvergabe für die zahlreichen Gewinner der Fußball- und
Volleyballturniere, der Talentshow sowie der Gruppenspiele. Wir feierten lange,
und als wir um ca. 4 Uhr nachts ins Hotel zurückkehrten, beschlossen einige von
uns, dass sich schlafen wohl nicht mehr auszahlen würde. So verbrachten wir die
Nacht und Morgendämmerung am Strand.
Der Abschied fiel nicht leicht, denn wir hatten alle neue
Freunde kennengelernt und Bekanntschaften geschlossen. Sobald wir es uns jedoch
im Bus bequem gemacht hatten, versanken wir in tiefem Schlaf.
Ich kehrte müde, ein bisschen erkältet und mit einem
Sonnenbrand, jedoch glücklich und zufrieden nach Hause zurück.