Montag, 17. Dezember 2012

Update antes de Navidad

Die Rückkehr in die Sierra war für mich nicht leicht und ich musste mich erst wieder an das "normale" Leben gewöhnen. Die Stadt stellt einen ziemlichen Kontrast zum Regenwald dar, und so wurde ich am 6. Dezember mit meinem Counselor zusammen von ihrer diferenten Schönheit bezaubert. Der Tag der Fundación de Quito wird von fiestas in den Straßen und Umzügen begleitet.


Panecillo
 Quito Norte
 la Ronda
 Desfile en la Amazonas




Mehr als 6000 Teilnehmer aus allen Schulen Quitos begeisterten mit ihren Kostümen und Auftritten die Menge. Bis spät in die Nacht blieben mein Counselor und ich begeistert auf dem Desfile.

Die folgenden Schultage wurden vom Wichtelspiel eingenommen, das hier als "amigo secreto" bekannt ist. Für den letzten Freitag war die Übergabe des großen Geschenkes geplant, und so trafen wir uns in der Casa eines Companeros, wo wir von köstlicher Küche, brillanter Musik und exzellenter Stimmung bis in den Morgen begleitet wurden. Dieser wurde jedoch für alle eine Qual: Schule, und zwar am Samstag. Die Profesoren respektierten unsere von der Vornacht geprägten Gemüter und plagten uns nicht mit zu strikten Stunden.
Nach der Schule war grillen angesagt: Meine Familie bot mir an, einen Grillparty anlässlich meines Geburtstages zu veranstalten, und so verbrachte ich mit meinen Freunden den Nachmittag in meinem Haus. Wir lachten, tratschten, aßen und hatten eine Menge zu spaßen.
Am Abend waren wir dann bei Freunden eingeladen, wo wir erneut mit ecuatorianischen Köstlichkeiten bekocht wurden. Bis spät in die Nacht saßen wir zusammen, spielten Karaoke und Tischfußball und plauderten über alles mögliche.

Früh morgens am 16. Dezember wurde ich von meinen beiden Familien aufgeweckt, um mir zum Geburtstag gratulieren zu können. Auch beim deliziösen Frühtstück in Arrayanes mit Verwandschaft und bei der darauffolgenden Reunion mit den Rotarieren wurde nicht auf mich vergessen. Ich hatte einen unglaublichen Tag voller Erlebnisse.

 Familia Ecuatoriana





Dienstag, 4. Dezember 2012

Yasuní, paseo Amazonía

Am 30 November ging es also los. Mit 29 anderen Austauschschülerin brachen wir am späten Vormittag von Quito auf. Der 20 minütige Flug nach Francisco de Orellana, auch bekannt unter dem Name Coca, in die Provinz Napo verlief ohne Turbulenzen, und bereits beim Ausstieg aus dem Flugzeug hieß uns eine immense Hitze und Luftfeuchtigkeit willkommen. Mit anderen Touristen aus aller Welt brachen wir zu unserem gemeinsamen Ziel auf, nämlich der Sacha-Lodge, einer lodge im Herzen des Regenwaldes ca. 2. Stunden nordöstlich von Coca. Mit Motorbooten traten wir die Reise auf einem der bedeutendsten Zubringer des Amazonas, dem río Napo, an. Von Beginn an erwartete uns eine ein einzigartige Landschaft und Schönheit.




Nach einer halbstündigen Wanderung im Regenwald kamen wir an einer Lagune an. Nach kurzer Botsfahrt erstreckte sich vor unseren Augen eine Laguna, d.h. ein kleiner See, und am Ende unsere Herberge.









Die "Sacha Lodge" bietet mäßigen Luxus, eine deliziöse Küche und exzellenten Service mitten im Regenwald. Von einem schweizer Unternehmer errichtet, spielt dieses Natur- und Erholungsparadies eine wesentliche Rolle als Beispiel von ökologischem Tourismus zur Erhaltung der Biodiversidäd und der natürlichen Ressourcen.

Nach einer Einteilung in fünf Gruppen zu je sechs Personen begannen wir bereits in der ersten Nacht mit einer kurzen Wanderung unseren Aufenthalt im Regenwald. Schon zu Beginn zeigte sich das enorme Wissen unseres Guids. Unserem Auge verborgene Tiere, die sich oft in greifbarer Distanz befanden, zeigte er uns mit Leichtigkeit und Freude. So hatten wir die Gelegenheit  einen Einblick in die Natur und Artenvielfalt des "Selva" zu erlangen.

Das Programm variierte todos los días und so erkundeten wir ob auf Pfaden im Wald oder in Booten unsere Umgebung.
Pro Quadratmeter mehr Biodiversität wie in ganz Europa zusammen klingt schwer zu glauben, wenn man jedoch einmal hier war, stellt es sich als wahr heraus.
Riesige Spinnen und Grashüpfer, Scorpione, Vögel, Frösche, Affen, Kaimane und Piranas und auch eine Anaconda boten sich uns dar.
Es war unglaublich! Eine andere Welt, ein Paradies.

Auch die Küche des Hoteles gab sich keine Blöße, und servierte uns ausnahmslos das Beste vom Besten. Seine Figur durfte man natürlich bei den täglichen 6 verschieden Typen von Kuchen, Torten und Cremen keine Beachtung schenken.

Am letzten Abend saßen wir zusammen, sprachen über die unglaublichen Erlebnisse die sich uns dargeboten, und für mich fiel der Abschied aus diesem Paradies nicht leicht!
Vielleicht bietet sich mir die Gelegenheit dar, in dieses andere Welt zurückkehren zu dürfen. Die Antwort darauf liegt in den Sternen.












Donnerstag, 29. November 2012

3 Monate

Die Zeit vergeht wie im Fluge, nun bin ich schon 3 Monate am anderen Ende der Welt.
Von einem Fußballspiel zum nächsten schafften wir es bis ins Viertelfinale des Tournieres, und da hieß es Hin-und Rückrunde.

Nach einem nur halbtägigen Schultag letzten Freitag trafen wir uns mit Freunden, plauschten und genossen ein Eis. Danach gingen wir auf zwei "carridas", kleinere Fiestas, wo wir eine Menge neuer Leute kennenlernten und dabei so richtig Spaß hatten. Ich musste jedoch früh heimkehren, da uns am nächsten Tag ein bedeutendes Fußballspiel erwartete. Zu zwölft, und alle etwas verschlafen von den vorhergehenden Nacht trafen wir uns an der internationalen Universität. Etwas nervös lauschten wir gebannt den motivierenden Worten unseres Trainers, die hauptsächlich davon handelten, wie wichtig dieses Spiel sei, und dass wir es gefälligst gewinnen. Nach einem guten Start gerieten wir durch etwas Pech in Rückstand. Doch in der zweiten Halbzeit wandte sich das Glück zu unseren Gunsten und wir konnte die Partie drehen. Der Schlusspfiff rettete uns in ein glückliches, jedoch verdientes 2:1.
Nach 90 Minuten kehrte ich müde nach Hause zurück, wo meine familie und meine Großeltern mich erwarteten. Erholung war dringend notwendig und so verbrachten wir die Zeit mit small talk.

In der Nacht wollten wir ursprünglich die von Touristen gern besuchte "Ronda" besichtigen. Doch mit dem Beginn der Fiestas de Quito war dies casí unmöglich. Ein immenser Verkehrsstau erwartete uns, und so mussten wir uns mit einer Galerie, jüdischer Musik und einem köstlichen Nachtmahl in San Marcus, einem Stadteil Quitos im historischen Zentrum, begnügen.
Spät kehrte wir nach Hause zurück und fielen sogleich in tiefen Schlaf. Den Sonntag wurden wir von meinen Großeltern eingeladen, und so verbrachten wir den Tag mit Fußball (vorletzte Runde der Meisterschaft), einem wundervollen Bad im Whirlpool und mit einem Teil der Verwandschaft.

Die neue Woche begann, wie sie zu Ende gehen sollte: mit Prüfungen. Es war das "segundo parcial", d.h. die zweite Prüfungswoche im ersten Químestre, und so erwarteten uns jeden Tag zwei Prüfungen.
Den Dienstag stand uns auch noch das entscheidende Fußballmatch bevor. Gleiches Team, gleicher Gegner, anderes Resultat. Wir verloren das Spiel 2:0 und schieden somit aus dem Tournier aus.
Die Niederlage war bald vergessen und die Stimmung besserte sich. Schließlich stehen uns ja noch einige Spiele bevor.

Nun wurde die Zeit auch schon langsam knapp, meine Reise in den Amazonas steht bevor, und das Kofferpacken hob ich mir wie immer für die Nacht vor der Abreise auf.
Die Vorfreude und Emotionen wurden durch das lästige Packen jedoch nicht gebremst, sondern stiegen weiter.
Voller Erwartungen fiel ich in tiefen Schlaf...

Sonntag, 18. November 2012

Noviembre- Wintereinbruch?!- nein; Beginn der Fußballsaison

Wer denkt, dass sich hier das Klima im November wesentlich verändert, der täuscht sich gewaltig.
Abgesehen von etwas mehr Regen bleiben die Temperaturen konstant bei einem Tageshöchstwert von ca. 20 Grad.
Dieses Wetter ist für hitzeliebende ein Paradies, kann jedoch einem im warsten Sinne zu Kopf steigen, wenn man nämlich bei diesen Temperaturen Fußballspielen muss. - Es ist entgültig 100% fix, wir haben eine Fußballschulmannschaft und nehmen an einem Turnier der internationalen Universität Quitos teil. Voller Emotionen begannen wir mit dem Training, jeden Tag während der 30-minütigen Pause laufen, um dann die letzte, oder die letzten 2 Unterrichtsstunden einem Ball nachzulaufen. Unsere erste Partie stand bald bevor, und so gaben wir alle unser Bestes.

Freitag, 11.11.2012, erstes Spiel contra el colegio militar. Mit vollen Eifer und Begeisterung begannen wir unsere erste Partie. Nach 90 Minuten verließen wir mit hängenden Köpfen das Spielfeld. Liceo Los Alamos 0, Colegio Militar 5. Qué pasó? Uns fehlte Training, Teamgeist und Mentalität. Durch dieses Match kehrten wir in die Realität zurück, und die begann mit extra hartem Training in der folgenden Woche. Doch das anstehende Wochenend davor genoss ich mit einer Bikingtour im Chaquiñan, einer beliebten und bekannten Radler- und Joggerstrecke, die von Cumbayá nach Puembo führt. Wundervolles Wetter, atemberaubende Landschaft, 40km Radfahren- was will man mehr!
Etwas müde kehrte ich nach Hause zurück, um mich für die anstehende Fiesta fertigzumachen. Davor traf ich mich mit meinen Freunden, zum Cafetrinken und Pizzaessen.
Als wir gegen 10 auf der Fiesta eintrafen, erwartete uns eine riesen Schlange von anstehenden Jugendlichen. Beinahe 500 Personen hatten sich dort auf dem Rasen versammelt, und noch mehr verlangten nach Einlass.
Bis spät in die Nacht feierte ich mit beinahe meinen ganzen Klassenkameraden und Freunden.

Den Sonntag stand dann ein Besuch bei meiner zweiten Host-family an. Das Essen war deliciös: Diverse Fleischsorten mit Reiß, Kartoffel und Erdnusscreme, und zum Nachtisch eine Creme mit Erdbeeren und Bananen. Ich aß bis zum Umfallen, und danach spielten wir ein Würfelspiel bis spät in den Abend.
Müde und mit vollem Bauch kehrten wir nach Hause zurück und fielen in tiefen Schlafe.

Wer glaubt, die folgende Woche verliefe etwas ruhiger, der täuscht sich: Neben Crossfit, kam jetzt auch noch tägliches Fußballtraining in der Schule und zwei Fußballmatches dazu. 
Das erste war gegen Terranova, ein colegio bekannt für sein exzellentes Fußballteam. Mittags verließen wir gemeinsam die Schule und brachen zur internationalen Universität, wo alle unsere Spiele stattfinden, auf. Als wir dort kurz vor Spielbeginn ankamen, begann es sogleich stark zu Regnen. Binnen Minuten war das ganze Spielfeld watschelnass, und im Mittelkreis sammelte sich eine riesige Wassermenge an. Das Spiel wurde zu einer Schlammschlacht, doch wir behielten die Oberhand, und konnten nach einem Rückstand, mit 4:2 gewinnen. Patschelnass, jedoch mit Stolz verließen wir das Spielfeld und kehrten nach Hause zurück.

Der Schulalltag wurde durch die ständigen Trainings etwas aufgelockert. Auch am Freitag wurde der Schulbesuch durch ein Fußballmatch auf zwei Stunden verkürzt. Das "Sec de Los Valles", ein anderes colegio, stellte sich als kein allzu schwerer Gegner heraus, und so gewannen wir mit Bravour drei zu null.

In dieser Woche stand eine weitere Premiere an, nämlich der erste Samstag meines Lebens, an dem ich die Schule besuchen musste. Es stellte sich als der beste Schultag heraus. Mag sein, dass es daran lag, dass 3/4 der Lehrer fehlten, oder dass der Unterricht um 11 Uhr endete, wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß.
Auch der Nachmittag war nicht ganz ereignislos: Zusammen mit meinem Gastonkel, dessen Bruder, meiner cousine und Freunden sahen wir uns das Spiel zwischen Aucas, einem drittlegisten aus dem Süden Quitos, und Cuniburo an. Die Atmosphäre im Stadion war atemberaubend, und ich erfuhr am eigenen Leib, wieso Aucas auch als "equipo del pueblo" bezeichnet wird". Unser Team gewann mit 2:1, ein wichtiger Sieg, denn es ging um den Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse.

Den Sonntag verbrachte ich wieder am Bicicleta, diesmal bis zum Country Club meiner Familie, dort im Fitnessstudio und mit einem köstlichen Frühstücksbuffet.

PS: Ach ja, was ich ganz vergessen habe, am 6. November wurden wir von unserem Rotary-Club zum Anlass des 85-jährigen Jubiläums von Rotary Ecuador ins Haus der Kultur eingeladen. Dort wurden wir vom nationalen Ballett Ecuadors bis spät in die Nacht mit späktakulären Performances unterhalten.





Dienstag, 6. November 2012

Noticias del final de octubre, inicio de noviembre

Zurück aus dem Urlaub und schon wieder ab ins Schulleben. Früh aufstehen und unausgeschlafen mit Spanisch konfrontiert zu werden, kann schon zu einigen ganz lustigen Resultaden führen.
Die Woche verging mit Schule und Crossfit wie im Fluge, und so stand bald das Wochenende vor der Tür: Freitag verbrachte ich damit, mich mit einigen Freunden zu verabreden und in einem Einkaufszentrum zu relaxen. Den Samstag dann hatten wir großes vor: Ein Besuch des historischen Zentrums, der Basilika und der iglesia de la companía standen am Programm. Gemeinsam mit Klassenkameraden brachen wir am Morgen auf. Ein strahlend schöner Tag.
Die Aussicht die sich uns am Turm der Basilika bot, war unglaublich: beinahe ganz Quito erstreckte sich for unseren Augen.













 

Beeindruckt von der Schönheit der Stadt verbrachten wir einige Zeit, diese zu bewundern. Danach machten wir uns auf den Weg in die iglesia de la companía. Dort durfte man zwar keine Fotos machen,  aber der Reichtum, vor allem die mit Gold verzierten Wände und Altäre, der sich uns darbot, war atemberaubend. Nach einem kurzen Sandwich auf der plaza de indipendencía, machten wir uns auf den Weg in ein kleines Hotel einer Klassenkameradin, wo die anderen Tacos kochten und ich gemeinsam mit der Belgierin Bananasplit (Eis aus Belgien, Schokolade aus Österreich, Bananen aus Ecuador) zubereiteten. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß und die Zeit verging wie im Fluge.
Bald kehrte der Abend ein, und ich kehrte nach Hause zurück, wo wir mit meinen Cousins, und meinen Onkel und Tanten das famose Colada Morada aßen. 
Den Sonntag verbrachten wir mit Frühstück in Arrayanes, Mittagessen bei meiner Tante und Bowling spielen mit Gastgeschwistern und Cousins.

In der nächsten Woche erwarteten mich einige Überraschm ungen: Es war nun klar: Wir haben eine
Selección de Futbal, eine Fußballschulmannschaft!!! Von nun an hieß es trainieren, denn unsere erste Partie stand vor der Tür. Zudem war in dieser Woche der día del escudo, das Nationalwappen und der día de los difuntos, an dem man Colada Morada, eine Früchte-Kräuter Mischung, trinkt und Gaugaus de pan isst und an die Toten gedenkt.
Donnerstag ging ich dann mit meinen Freunden Bowling spielen und danach Abendessen. Freitag brach ich mit meiner Familie Richtung Santo Domingo auf, um dort mit meinem Onkel, meiner Tante und meinen Cousins das 3-tägige Wochenende zu verbringen.
Es war wundervoll.

Gemeinsam kochten wir ein für dieses Wochenende (día de los difuntos alias Allerheiligen) typisches Getränk, nämlich Colada Morada. Eine Mischung aus Erdbeeren, Ananas, Brombeeren, Schwarzbeeren und Kräutern.-köstlich. Außerdem bereiteten wir Gaugaugs de Pan zu, eine  typische, deliziöse Beilage des Colada Moradas. Neben Essen ließ ich mir die Landschaft nicht entgehen, und ging auf einige Spaziergänge.
Die Zeit verging wie im Fluge, und schon stand der Sonntag vor der Tür. Nichtsdestotrotz schlugen wir uns noch einmal den Bauch voll, und zwar mit Frittadas, gegrilltem Schweinefleisch.
Gemeinsam mit meinen Cousin und meiner Familie traten wir schließlich nach einem langen Wochenende die Rückfahrt an, und kehrten müde, jedoch zufrieden nach Hause zurück.







Donnerstag, 25. Oktober 2012

paseo con los Rotarios en Crucita, Manabí

Nach dem Farm-Besuch und Kurzurlaub wartete ein Berg an Arbeit auf mich in der Schule: Las evaluaciones del primer parcial. Also eine Prüfungswoche. Ich überstand diese jedoch mit Bravour, v.a. dadurch da ich nur 2 der 5 Schultage anwesend war. Nach dem dienstägigen Schultag verbrachte ich den Nachmittag im Hospital de los valles, wo ich dem Vater eines Klassenkameradens bei zwei Operationen zusehen durfte. Diese waren für mich sehr interessant und ein neuartiges Erlebnis für mich. Ich kehrte müde von den vielen Eindrücken nach Hause zurück und packte alle meine Sachen für die anstehende Reise.

Am Mittwoch verließen wir Quito früh morgens und traten unsere 8 1/2 stündige Reise. Wieso 8 1/2 Stunden?- Da wir unsere 1,5 stündige Pause im KFC einberechnen mussten. Die Zeit verging jedoch wahnsinnig schnell, da jeder von den Austauschschülern so einiges zu berichten hatte.
Bei unserer Ankunft im Hotel wehte uns ein warmer Wind entgegen - Wir waren am Meer angelangt.
Das Hotel selbst war nur durch eine kleine Straße vom Strand getrennt, und so nutzten wir die perfekte Lage während unserer "paseos" täglich aus. Das Hotel selbst besteht aus vielen kleinen Holzhütten, in denen wir zu 3 oder zu 4 übernachteten.







Auch das Schwimmbad war anfangs eine erfrischende Novität, mit der Zeit jedoch eher ungenießbar. (am letzten Tag ist der Wasserstand bis zum Rande des Schwimmebeckens angestiegen, und das Wasser hatte eine grünliche Färbung).
Den ersten Abend verbrachten wir im Hotel, schlossen neue Bekannstschaften, schließlich waren ja genug Leute vorhanden (142 Austauschschüler) und feierten bis weit in die Nacht hinein.
Den nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, ein Parade in Portoviejo stand am Programm. Bepackt mit Blazer, Pins und Flaggen machten wir uns auf den Weg.





In tropischer Hitze marschierten wir casí in Uniform durch die Straßen und hatten so einigen Spaß. Gegen Mittag war die Parade zu Ende, und nach einem kurzen Snack brachen wir nach Montechristi und in die ciudad Eloy Alfaro auf. Diese beiden Orte hatte ich zwar schon mit meiner Familie besucht, doch mit den ganzen Austauschschülern erlebte man alles aus einer anderen Perspektive.
Nach einem Kurzbesuch des Museums in Montechristi brachen wir hungrig nach Manta auf, wo uns ein gewaltiges Buffet am Strand erwartete. Nachdem wir unsere Bedürfnisse gestillt hatten, waren unsere Sinne offen für die belleza des Strandes Murcielago.








Zahlreiche Kameras wurden hier bis aufs äußerste mit Fotos strapaziert und wir entspannten uns in der Sonne. Am späten Nachmittag kehrten wir ins Hotel zurück, wo wir nach einem kleinen Abendessen bis spät in die Nacht tanzten.
Am nächsten Tag erwartete uns ein Strand 20 Minuten entfernt vom Hotel, wo wir Fußball und Volleyball spielten, im Meer badeten und eine kurze Bootstour einen Fluß hinauf machten.







Nach dem Mittagessen erwartete uns eine kurze Wanderung auf den Hügel von Crucita. Die Aussicht dort war wunderschön. Man konnte weit die Küste entlang sehen, auch ein Blick auf unserer Hotel und unseren Strand blieb uns nicht verwehrt.








Am Abend war die Talentshow angesagt: Jedes Land musste alleine, oder mit einem anderen gemeinsam etwas aufführend. Es wurde viel getanzt, gelacht und schlussendlich den Siegern, Brasilianern, gratuliert, die mit ihrer Einlage brillierten. Bis spät in die Nacht hinein wurde gefeiert.
Das Aufstehen am nächsten Morgen fiel nicht jedem leicht, und so war es uns allen willkommen, dass wir das Hotel nicht verlassen würden. Doch aus ausruhen wurde nichts: Die Rotarier hatten ein excellentes Programm am Strand vorbereit. Zu Musik wurden kleine Strandzelte und ein Fußballfeld errichtet. Zudem waren Motorboote zum Banana- oder Ringofahren organisiert worden. 







Alle amüsierten sich prächtig und ich nutzte die Gelegenheit  aus, um diverse Typen von  „Ringos“ auszuprobieren.  Die Zeit verging wie im Fluge und bald bereiteten wir uns auf den Abend vor. Eine „chiva“, ein Citybus, erwartete uns in Portoviejo, mit dem wir eine kurze Stadtrundfahr machten. Danach stand ein Abendessen mit dem Rotary-Club von Portoviejo am Programm und anschließend eine Medaillenvergabe für die zahlreichen Gewinner der Fußball- und Volleyballturniere, der Talentshow sowie der Gruppenspiele. Wir feierten lange, und als wir um ca. 4 Uhr nachts ins Hotel zurückkehrten, beschlossen einige von uns, dass sich schlafen wohl nicht mehr auszahlen würde. So verbrachten wir die Nacht und Morgendämmerung am Strand.
Der Abschied fiel nicht leicht, denn wir hatten alle neue Freunde kennengelernt und Bekanntschaften geschlossen. Sobald wir es uns jedoch im Bus bequem gemacht hatten, versanken wir in tiefem Schlaf.
Ich kehrte müde, ein bisschen erkältet und mit einem Sonnenbrand, jedoch glücklich und zufrieden nach Hause zurück.