Montag, 21. Januar 2013

Enero 2013, cambio de familia; Quilotoa; Cuicocha

Die folgenden Tage verbrachte ich damit, mich von den Neujahrsfeierlichkeiten zu erholen. Am Samstag, 5.Jänner, stand der Geburtstag meiner ersten Gastmutter bevor. Die gesamte Familie versammelte sich im Haus meiner Tante, und wir feierten das Geburtstagskind den ganzen Tag lang.

Den Sonntag hüpfte ich früh aus den Federn, um eine kleine Mountainbiketour zu erleben, um dann danach im Country Club meiner Familie noch zu trainieren. Wunderschöner Tag, nur die Hitze war für diese Jahreszeit (und einen europäischen "Gringo" wohl etwas zu viel.
Am Abend besuchten wir noch ein neues Kino und schlossen damit meinen letztes gemeinsames Wochenende bei meiner ersten Gastfamilie glänzend ab.

Die darauf folgende Woche war ich mit packen beschäftigt, da mir am 10. Jänner, ein Donnerstag, der Familienwechsel bevorstand. Knappe fünf Monate binnen weniger Tage in 2 Koffer zu packen, geht sich nur schwer aus, und so musste ich Papiersäcke und Müllsäcke zur Hilfe nehmen.

Der Abschied von meiner ersten Gastfamilie fiel mir nicht leicht, ich hatte sie alle schon tief ins Herz geschlossen. Jedoch meine neue Familie nahm mich mit offenen Armen entgegen und bereitet mir ein festliches Willkommen. Bereits am ersten Abend waren wir bei meiner Tante zum Geburtstag eingeladen, wo ich Zeit hatte, die neuen Familienmitglieder kennenzulernen.
Mit wenig Schlaf musste ich mich dann am nächsten Tag zu ungöttlich früher Stunde aus dem Bett zwingen; der Besuch des ecuatorianischen Rotary-presidenten stand bevor. Um diesen willkommenzu heißen, frühstückten wir im Swiss hotel mit unser Club, und lauschten gespannt den Präsentationen der Rotarier.
Danach hieß es ab in die Schule, und beginn des Wochenendes, das ich wundervoll mit meiner neuen Gastfamilie verbrachte.
Wir schauten kochten gemeinsam Frühstück und Mittagessen, schauten Filme und Videos an, und spielten Karten. Dies ermöglichte mir meine neue Familie näher kennenzulernen.

Die folgende Schulwoche war voll von kleinen Mitarbeitsüberprüfungen, um den letzten Prüfungsteil vor den Examens des Quimestres hinter sich zu bringen. Aus diesem Grund war neben Schule und Sport nicht viel los.
Das Wochenende verbrachte ich mit einem Kinobesuch, einem Fußballmatch und etwas Shopping.
Früh morgens am Sonntag brach ich auf, um mit meiner ersten Gastfamilie und Freunden den spkätakularen Kratersee Quilotoa zu besichtigen. Ca zweieinhalb Stunden von Quito weg, raubt eine wundervolle Landschaft den Atem: kleinere Hügel, bewirtschaftete Bergwiesen und zum Schluss schließlich der Quilotoa. Eine traumhaft schöne Landschaft, die einen in den Bann zieht.





Nach einer Stunde Fußmarsch erreichten wir den See und uns bot sich alles aus einem völlig anderem Blickwinkel dar. Nach einem raschen Bad in der laguna, brachen wir den Aufstieg an, die einen zu Pferde, die anderen zu Fuß.


Am späten Nachmittag erreichten wir unser Ziel, nämlich den Parkplatz, an dem wir angekommen waren.
Nach einem köstlichen Abendessen in Latacunga, kehrten wir spät in der Nacht, müde, jedoch berauscht von den atemberaubenden Eindrücke nach Hause zurück.






Die folgenden Tage waren voll von Ereignissen: abgesehen von Profesoren, die noch die letzten Noten im Endspurt erzwingen wollte, sowie ein etwas härteres Training im Crossfit, und dazu noch meine neue Gastfamilie besser kennenzulernen.
Doch dies alles war für mich mit einigem Einsatz, Anstrengung und Glück leicht schaffbar. Den Donnerstag waren wir ins historische Zentrum am Hauptplatz zur 25 Jahrfeier meines Rotary-Clubs eingeladen. Der "Cocktail" verlief einigermaßen interessant, zog sich jedoch etwas in die Länge, was eine frühe Heimkehr nicht ermöglichte.




Die quimestralen Prüfungen begannen, und wir hatten das Glück die Schule täglich um 10:30 verlassen zu dürfen. So genossen wir einen ecuatorianischen Film anzusehen, der mit vielen Schimpfwörter und einem Akzent der Küste wohl am besten zu charakterisieren ist.

Den Samstag, 25. Jänner, brach ich mit meiner Gastfamilie in den Norden Ecuadors, nach Ibarra, auf.
Abgesehen vom wirklichen "Mitad del Mundo", Cayambé, der Stadt der "Biscochos" (ein köstliches Gepäck, das man mit einer Caramel-Creme zu sich nimmt), besichtigten wir dem touristischen Markt Ottavalos, wo wir so einige Zeit mit einkaufen verbrachten.
Nach "Frittadas, Motte, Choclo und Maduro", einem für diese Provinz typischen Mittagessen, brachen wir nach Cotacachi, einem Dorf, das für seine Lederproduktion bekannt ist, und auf den Bergsee "Cuicocha" auf.
Die dortige Landschaft zog uns in ihren Bann, und wir verweilten einige Zeit, beeindruckt von dem späktakulärem Panorama.

                                          Biscochos
                                      

                                          Mitad del Mundo


                                          Cuicocha


Nach einem langen Tag kehrten wir spät abends nach Hause zurück, wo wir nach einem Spielfilm müde in unsere Betten fielen. Den Sonntag rasteten wir uns von dem ereignisreichen Wochenende aus, und spielten Wasserball im Schwimmbad.
Die folgenden, kurzen Schultage kann man wohl zu den Besten zählen, da sie von vieler Freizeit gekennzeichnet waren.
Nach den letzten Examen, brachen wir Donnerstag in das Appartment einer kolumbianischen Schulkollegin und Freundin auf, wo wir mit typischen Spezialitäten Kolumbiens bekocht wurden. In der Nacht ließen wir es uns auf einer Geburtstagsfeier richtig gutgehen und feierten den Ferienbeginn.
Freitag lernte ich die Sprachakademie meiner Gasteltern kennen, in der ich wohl nocht etwas mehr Zeit verbringen werde. Den letzten Samstag verbrachten wir zu Hause, badeten uns im Schwimmbad und rasteten uns vom Alltag in der Schule und der Arbeit aus.

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