Mittwoch, 2. Januar 2013

Navidad & Año Nuevo

Die folgende Woche war für uns ein bisschen weniger belastend, da wir tagtäglich mit den Proben für das weihnachtliche Schulfest beschäftigt waren. Um das Beste aus uns herauszuholen plagten die Lehrer uns mit einer Probe nach der anderen; wobei meine Aufgabe lediglich darin bestand, die Leute am Eingang zu empfangen und willkommenzuheißen. Es kam jedoch anders: Durch Zufall bekam ich in der Nacht des Festes eine neue Herausforderung: Die Mama einer Schüler, die gleichzeitig die Feier als Showmasterin leiten sollte, als Caballero zu begleiten.
Die Weihnachtsfeier war ein voller Erfolg, im Schulhof bei Dämmerung wirkten die Einlagen späktakulär - viel besser als von uns erwartet- und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Das folgende Wochenende vor Weihnachten verbrachte ich mit Freunden und mit der Familie- es war Ferienbeginn. Wir hatten Spaß, lachten viel, bucken Kekse (Vanillekipferln) und tätigten die letzten vorweihnachtlichen Einkäufe.







Den Heiligen Abend verbrachten wir im Haus meiner Tante, wo die gesamte Verwandschaft mütterlicherseits versammelt war. So feierten wir dort mit Cousins und Cousinen, Onkel und Tanten, Großeltern und ecuatorianischer Gastfamilie und verzehrten den hier anscheinend "typischen" Truthahn. Ich wurde wie ein Familienmitglied aufgenommen, und mit reichlich T-shirts und Süßigkeiten beschenkt. Bis spät in die Nacht saßen wir beisammen, tauschten Geschenke aus, plauderten und amüsierten uns. Gegen zwei Uhr nacht kehrten wir nach Hause zurück, wo wir noch kurz familienintern feierten.










Den Christtag verbrachten wir mit der Familie meines Vaters und aßen wie den Abend davor Truthahn.
Die folgenden schulfreien Tage verbrachte ich mit Faulenzen zu Hause, oder mit Freunden. Wir waren u.a. bei Bowling, oder besuchten mit einem Doppeldeckerbus das historische Zentrum Quitos.

Am 29 brachen wir schließlich, mit einem kurzen Zwischenstopp und Übernachtung in der Finca meines Onkels, nach Cohimies, Provincia Manabí, zur Küste auf. Das vom Fischfang lebenden Dorf scheint Touristen bisher eher unbekannt zu sein, und so genossen wir Tage fern von Lärm und Stadtverkehr. Die Strände dort sind kilometerlang mit Palmen, kleinen Bungalos und wenig it Menschen. Das Wasser war um die 25 Grad warm, was für diese Jahreszeit für mich unglaublich schien. Mit Faulenzen am Strand, kleinen Spaziergängen, slacklining und reichlich Essen genossen wir die uns vergönnte Zeit.












 Der 31. Dezember brach an, und so tätigten wir einige Einkäufe für den Abend. Mit nem Grill von "Maduros" (gereiften Bananen) und Langustinen begannen wir die Nacht. Latinoamerikanische Musik, wie zum Beispiel Salsa, begleiteten uns von Beginn an. Um Mitternacht waren wir alle versammelt, stoßen an, und verbrannten traditionell "el viejo año" (eine Papierfigur mit alten Kleidern) und  sprangen dann über dessen Überreste ins Neue Jahr, 2013.






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